Institut zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit natürlichen Heilmitteln e. V. Bad Füssing
Vorsitzender: Prof. Dr. W. F. Beyer / Waldstr. 12 / 94072 Bad Füssing / Fon 08531 959 469 / Fax: 08531 959413
E-Mail: wolfgang.beyer@drv-bayernsued.de Internet: http://www.heilmittel-ev-bad-fuessing.de


Wir veröffentlichen Berichte zu folgenden Themen:

ÜBERSICHT (Stand: Mai 2012)

HINWEIS: Zur Zeit wird die Seite aktualisiert, daher kann diese Seite mit anderen abweichen.

 1. Bericht Rehabilitationserfolg nach Totalendoprothese der Hüfte
2. Bericht Untersuchungen zur Effektivität der Bewegungstherapie unter verschiedenen klimatischen Bedingungen, speziell in der Kombination mit Abkühlung.
3. Bericht Beeinflussung endokriner Funktionen durch regelmäßiges Baden in thermoneutralem Thermalwasser über einen Zeitraum von 3 Wochen .
4. Bericht Hormonelle Reaktionsmuster unter Anwendung hyperthermaler Verfahren 
(z. B. Sauna) in Abhängigkeit der Tageszeit.
5. Bericht Bäder und Nierenfunktionen
6. Bericht Balneologische Maßnahmen und Bluthochdruck.
7. Bericht Verstärkte Kurerfolgsforschung, Wirbelsäulentherapiepfad und MOBI-Test-Gerät
8. Bericht Ozon - Therapie bei Patienten mit peripheren arteriellen Verschlusskrankheiten
9. Bericht Untersuchung zum Nachweis toxischer Desinfektionsnebenprodukte in den Bad
Füssinger Thermen

 

 1

Rehabilitationserfolg nach Totalendoprothese der Hüfte

AUTOREN:  Dr. Walter Irlacher,  Prof. Dr. W. Schnizer

48 Patienten mit Totalendoprothese der Hüfte (TEP) wurden während eines sechswöchigen, stationären Heilverfahrens in der Reha-Klinik auf den erzielten Funktions- und Beweglichkeitszuwachs untersucht.

Dabei zeigten die 32 Patienten, die innerhalb von 3 Monaten nach dem operativen Eingriff im Rahmen der Anschlussheilbehandlung (AHB) zur Nachbehandlung kamen, einen günstigen Funktions- und Beweglichkeitszuwachs, was für die Frührehabilitation spricht.

Insbesondere die aktive Hüftbeweglichkeit konnte deutlich gebessert werden. Der Zuwachs in der schmerzfreien Gehstrecke betrug über 100 % und der Gehgeschwindigkeit über 50 %. Etwa 2/3 der Patienten konnten bei Entlassung aus der Rehaklinik bereits ohne Schwierigkeiten Treppensteigen. Die Schmerzreduktion innerhalb 6 Wochen gemessen an einer visuellen Analogskala betrug durchschnittlich 32 %. Der Kraftzuwachs an der Hüftmuskulatur bedingt durch die krankengymnastische Beübung betrug etwa 40 % an den Beugern und etwa 80 % an den Abduktoren. 63 % der Patienten waren bereits am Ende der sechswöchigen Nachbehandlung mit ihrem Ergebnis zufrieden.

Die 16 Patienten, welche erst nach Jahren, etwa im Rahmen eines Kuraufenthalts eine stationäre Behandlung mit kombinierten krankengymnastischen und balneologischen Programmen durchführten, zeigten bei besserer Ausgangslage einen relativ geringeren Funktionszuwachs.

Immerhin ließ sich die schmerzfreie Gehstrecke noch um 50 % steigern, bestehende Schmerzen konnten um 29 % reduziert werden. Der Zuwachs der Kraft an den Hüftbeugern betrug etwa 20 % im Durchschnitt und an den Abduktoren 40 %. Obwohl diese Ergebnisse den Wert der Spätrehabilitation unterstreichen, waren am Ende der Kur nur 38 % mit ihrem Behandlungserfolg zufrieden.

2

Untersuchungen zur Effektivität der Bewegungstherapie unter verschiedenen klimatischen Bedingungen, speziell in der Kombination mit Abkühlung.

AUTOR:   Prof. Dr. W. Schnizer: Projekt 11

Eine Verbesserung der Ausdauerfähigkeit lässt sich trainingsmethodisch z. B. über Bewegungsformen wie Laufen, Schwimmen, Rad fahren erreichen. Sportmedizin und Trainingswissenschaft haben hierfür geeignete Trainingsprogramme geliefert. Trotzdem ist es der experimentellen Forschung weiterhin ein Anliegen, sich um methodische Verbesserungen und Weiterentwicklungen zu bemühen. Die Ansätze hierzu können unterschiedlicher Art sein. Im jetzigen Falle orientierte sich das Konzept an der sogenannten Terrain-Kur, einem körperlichen Training in der freien Natur, wo bewusst auch klimatische Reizsetzungen einbezogen werden und die in der Kurortmedizin schon auf eine lange Tradition zurückblickt. In der Beurteilung der Terrain-Kur sind aber immer Fragen unbeantwortet geblieben, gerade unter dem Blickwinkel einer wissenschaftlichen Beurteilung. Die jetzige Studie wollte einen Teilaspekt klären, nämlich die eventuell höhere Effektivität beweisen, wenn unter kühlenden Bedingungen trainiert wird. Das war die Ausgangshypothese der nur experimentell zu lösenden Fragestellung.

Hierzu wurde mit 2 Personengruppen anhand von definiertem Gehen und Laufen im Gelände ein Ausdauertraining über 3-4 Wochen durchgeführt, wobei eine Gruppe (Kühlgruppe) durch bestimmte Kleidervorgabe, in Abhängigkeit von den aktuellen klimatischen Verhältnissen, während des Trainings in einen leicht kühlen Zustand versetzt war. Die zweite Gruppe (Kontrollgruppe) trainierte herkömmlich. Durch Leistungsvergleich am Ende der Trainingsperiode sollte dann die gestellte Frage beantwortet werden. Ein geeigneter Test zur Dokumentation von erreichten Leistungsverbesserungen innerhalb eines Ausdauertrainings, der hier angewendet wurde, ist die stufenförmige Ergometerbelastung mit Kontrolle von Herzfrequenz (Puls) und Milchsäurespiegel (Laktat) des Blutes.

Der Vergleich der Ergebnisse aus den am Anfang und zu Ende der Trainingsperiode durchgeführten Belastungstests lässt sich tatsächlich zugunsten der Kühlgruppe interpretieren. Sowohl Pulswerte als auch Milchsäurekonzentrationen deuten auf eine ökonomischere Regulationsfähigkeit des Organismus. Offenbar begünstigt die thermische Reizsetzung (Thermoregulationstraining) in Kombination mit den Bewegungsreizen jene Prozesse, die sich im Rahmen von trainingsbedingten Anpassungsvorgängen abspielen. Auf welche Weise solche Interaktionen zustande kommen, ist allerdings bisher nicht bekannt. Trotzdem bieten die Ergebnisse ausreichend Anlass, innerhalb präventiver und rehabilitativer Zielsetzungen, bei denen die Bewegungstherapie im Blickfeld steht, an praktische Konsequenzen zu denken.
 



Beeinflussung endokriner Funktionen durch regelmäßiges Baden in thermoneutralem Thermalwasser über einen Zeitraum von 3 Wochen.

AUTOR:  Prof. Dr. W. Schnizer: Projekt 16

In der vorliegenden Studie wurde der Einfluss eines standardisierten Vollbads (60 min., ca. 35°C) auf relevante Hormone der Blutvolumen-, Blutdruck- und Wasser-Elektrolyt-Homoistase bei 35 internistisch unauffälligen Patienten zu Beginn und am Ende eines stationären Reha-Aufenthaltes (3-4 Wochen) untersucht. Im Behandlungsregime war ein tägliches Baden von ca. 30-60 min. obligatorisch. Folgende Hormone wurden anhand ihrer Plasmakonzentrationen analysiert: Atrionatriuretischer Faktor (ANF), Antidiuretsiches Hormon (ADH), Renin, Aldosteron, Kortisol, Adrenalin und Noradrenalin.

Die Befunde können nach Sofortreaktionen und adaptativen Veränderungen beurteilt werden, letztere aus den Unterschieden zwischen erstem und zweitem Testbad. Danach gaben sich in den Immediateffekten sowohl stimulatorische als auch supprimierende endokrine Effekte zu erkennen. Die einstündige thermoneutrale Wasserimmersion verursachte eine signifikante Steigerung der ANF-Plasmakonzentrationen, während für alle übrigen Hormone eine Erniedrigung gefunden wurde. Der Erholungsverlauf in der Nachphase zeigte allseits Reversibilität, mit für das Renin verzögertem und für die Katecholamine überschießendem Verhalten.

Zur Beurteilung eines adaptativen Verhaltens lassen sich mögliche Veränderungen von Ausgangswerten und der Reaktionsstärke im Testbad heranziehen. Dabei wird von der Hypothese ausgegangen, dass die täglichen Immersionsreize im Sinne eines Trainings im Blutvolumen- und Wasser-Elektrolyt-Haushalt wirksam werden. Unterschiede in den Ausgangwerten der Hormone ließen sich im Vergleich der beiden Testbäder nicht eindeutig feststellen, d. h., es bestehen keine Hinweise auf eingetretene Sollwertveränderungen der involvierten endokrinen Regelkreise. Anders das Reaktionsstärkeverhalten mit einer für den atrionatriuretischen Faktor (ANF) im zweiten Testbad gesichert höheren Sekretionsleistung und einer für das Renin tendenziell intensiveren Supprimierung sowie langsameren Restitution.
 

4

Hormonelle Reaktionsmuster unter Anwendung hyperthermaler Verfahren
 (z. B. Sauna) in Abhängigkeit der Tageszeit.

AUTOR:  Prof. Dr. W. Schnizer: Projekt 05

Während über die Auswirkungen des Saunabadens im Herz-Kreislaufsystem bereits älteres Beobachtungsgut vorliegt, werden in die hormonellen Reaktionen erst nach Neuentwicklungen und Verfeinerung von Analysenmethoden nähere Einblicke gewonnen. Bisherige Befunde zeigen, dass es durch Exposition des Organismus in der Finnischen Sauna zu einer Reihe hormoneller Veränderungen kommt, die sich der Thermoregulation und dem Komplex der sog. Stresshormone zuordnen lassen. Ziel der jetzigen experimentellen Studie galt der Frage, ob die beschriebene Hormonausschüttung einem tageszeitlichen als auch einem geschlechtsspezifischen Einfluss unterliegt.

15 gesunde Versuchspersonen (8 weiblich, 7 männlich, Durchschnittsalter 24 Jahre) nahmen um 8 Uhr bzw. 20 Uhr im Wochenabstand ein standardisiertes Saunabad (15 min. Dauer, 90 Deckentemperatur, 5-10 % Luftfeuchtigkeit). Zu festgelegten Zeitpunkten wurden Blutproben genommen und später auf folgende Hormone analysiert: Adrenalin, Noradrenalin, Cortisol, ACTH, Renin, Angiotensin, Aldosteron, Somatotropes Hormon (HGH) und Prolaktin.

Die Wärmeexposition der Sauna führte durch Stimulierung der untersuchten Hormonsysteme zu einem Anstieg der Hormonkonzentrationen im Blut. Das gilt vor allem für das sympathoadrenale System und die Hypophysen-Nebennierenrindenachse, die mit zum Teil beträchtlichen Erhöhungen aufwarten. Eine tageszeitliche Abhängigkeit ließ sich für das Prolaktin erkenne, dessen Blutspiegel abends einen stärkeren Anstieg aufwies und als geschlechtsspezifisches Charakteristikum bei den Frauen intensiver ausfiel.

Diese Untersuchung diente der Mehrung von Grundlagenkenntnissen im Verständnis der medizinischen Bedeutung des Saunabads. Hormone haben Aufgaben im Organismus, die mit feinsten Steuerrungsprozessen verbunden sind. Sie spielen in vielen Stoffwechselprozessen bis hin zu immunologischen Vorgängen eine wichtige Rolle. Das gilt auch für Hormone, die auf thermische Exposition reagieren und die in der vorliegenden Studie geprüft wurden. Deren Regelkreise unterliegen zum Teil tagesszeitlichen und geschlechtsspezifischen Einflüssen.

Betrachtet man die jetzigen Ergebnisse, so lässt sich als Saunaeffekt ein qualitativ gleiches Verlaufsmuster der Stimulierbarkeit im Sinne einer erhöhten Freisetzung bestimmter Hormone erkennen. Allerdings bestehen quantitative Unterschiede im Vergleich von Morgen- und Abendsauna, zum Teil auch eine veränderte geschlechtsspezifische Stimulierbarkeit. Im Hinblick auf die praktische Bedeutung für das Saunabaden sind jedoch weitere Untersuchungen notwendig.
 

5

Bäder und Nierenfunktionen

AUTOR:  Prof. Dr. W. Schnizer: Projekt 06

Um Sinn und Zweck von Bäderanwendungen zu verstehen, muss man die Reaktionen des Organismus studieren, die von einem Bad ausgehen. Diesbezüglich wird in der Grundlagenforschung der Bäderheilkunde der Frage nach den Effekten der in einem Bad zum Tragen kommenden Wirkfaktoren (mechanische, thermische, chemische) nachgegangen. Daraus lassen sich auch für eine Therapie Schlussfolgerungen ziehen. Die bisherigen aus wissenschaftlichen Studien gewonnenen Erkenntnisse zeigen eine Vielfalt von Bäderwirkungen in verschiedensten Organsystemen (Herz-Kreislauf, Niere, Muskulatur, Lunge, Hormone), insbesondere innerhalb der Regulation des Salz-Wasserhaushalts und des Blutkreislaufs.

Die Beobachtung der vom Vollbad ausgehenden erhöhten Harn- und Salzausscheidung hat schon früh dazu geführt, Bäderbehandlungen bei Krankheiten mit Störungen der diuretischen Funktion, oder z. b. bei Ödemen, zu empfehlen. In diesem Zusammenhang steht die vorliegende experimentelle Untersuchung. Hier wurde die Wirkung eines 40-minütigen thermoneutralen Vollbades auf die Nierenfunktion, das Blutvolumen und verschiedene Hormone (ANF, Renin, Aldosteron) an insgesamt 27 Schwangeren (13 gesunde Schwangere (GI) und 14 Schwangere mit Ödemen bzw. EPH-Gestose (GII) geprüft.

Das Vollbad bewirkte eine Zunahme der Harnbildung um das 3-4fache der Kontrollwerte. Gegenüber der Gruppe gesunder schwangerer Frauen (GI) bestand in der Patientinnengruppe (GII) tendenziell eine vergleichsweise stärkere Reaktion. Was die Mineralausscheidung angeht, fand sich für Natrium und Kalium eine Zunahme mit im Mittel auf 139 % (GI) und 236 % (GII) bzw. auf 154 % (GI) und 233 % (GII). In der Patientinnengruppe, nicht aber bei den Gesunden, kam es zu einer Steigerung der Kreatinin-Clearance, in beiden Gruppen aber erhöhten sich osmotische und Freiwasser-Clearance signifikant, ebenso wie das Plasmavolumen. Ferner hat das Bad eine Zunahme der Blutkonzentration des ANF, eines Hormons der Salz-Wasser-Kreislaufregulation, sowie eine Suppression von Reninaktivität und Aldosteron, verursacht.

Die in dieser Studie angesprochenen Wirkmechanismen des Bades lassen sich als ein ödemmobilisierendes bzw. „ausschwemmendes“ Prinzip charakterisieren. Zu Grunde liegen die im Bad veränderten kapillaren Austauschbedingungen der Peripherie sowie die Aktivierung der Salz- und Wasserausscheidungen in der Niere. Der Effekt lässt sich nicht nur bei Ödempatienten bzw. bei Ödemneigung lymphatischer und venöser Verursachung nutzen, sondern auch zur Verbesserung der Ernährungslage in den Weichteilen des Bewegungsapparates bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises. Solches kommt einer heute aus gutem Grund gesuchten nichtmedikamentösen und möglichst natürlichen Behandlungsweise von Erkrankungen sehr entgegen.

6

Balneologische Maßnahmen und Bluthochdruck.

AUTOR:  Prof. Dr. W. Schnizer: Projekt 07

Während eines 4-wöchigen stationären HV`s in Bad Füssing wurden 2 Gruppen aus jeweils 24 Grenzwerthypertonikern mit den kliniküblichen physikalischen, bewegungstherapeutischen und balneologischen Maßnahmen behandelt. Zur Prüfung der Sofort- und Spätwirkung von Kohlensäurebädern unterschiedlicher Temperatur (33-34°C und 35-36 °C) auf den Blutdruck und die Herzfrequenz erhielt die Versuchsgruppe zusätzlich 10 Kohlensäurebäder in 2-3-tägigen Abständen. Die Sofortwirkung wurde an den ersten 3 randomisierten Wannenbädern jeweils mit (Versuchsgruppe) und ohne CO2-Zusatz (Kontrollgruppe) sowie in den beiden Temperaturbereichen untersucht.

Es zeigte sich in der 15-minütigen Badephase sowohl bei den CO2-haltigen als auch bei den CO2-freien Bädern ein signifikanter Abfall des systolischen und diastolischen Blutdrucks, während in der Herzfrequenz nur geringe Veränderungen auftraten. Die Kohlensäurebäder waren den Wasserbädern in der blutdrucksenkenden Wirkung signifikant überlegen. Bei 35-36° C war die Blutdrucksenkung gegenüber 33-34°C nur im CO2-freien Bad stärker ausgeprägt. Bei den Kohlensäurebeädern war dies nicht der Fall. Im wärmeren CO2-Bad trat im Vergleich zum kühleren lediglich eine geringfügig höhere Herzfrequenz auf. In der 15-minütigen Nachbeobachtungsphase im Anschluss an das Bad kam es stets zu einem Wiederanstieg des Blutrucks, wobei die Ausgangswerte vor Beginn des Bades nicht wieder erreicht wurden.

Die blutdrucksenkende Akutwirkung des CO2-Bades blieb auch bei den zu Kurende absolvierten Bädern praktisch unverändert erhalten. Zu Kurende wiesen dabei die Grenzwertypertoniker vergleichsweise geringere Blutruckwerte auf. Ein zusätzlicher blutdruckregulatorischer Effekt konnte durch die verabreichten CO2-Wannenbäder gegenüber der Vergleichsgruppe nicht gesichert werden, nachdem die Veränderungen des Ruheblutdrucks während der Kur zwischen beiden Kollektiven keinen signifikanten Unterschied zeigten. So ergab sich bei der Versuchsgruppe eine Abnahme des mittleren systol. Blutdrucks von 157,1 +/- 2,1 mmHg zu Beginn auf 133,8 +/- 2,2 mmHg bei Beendigung des HV`s, bei der Kontrollgruppe von 161,0 +/- 2,3 auf 138,5 +/- 3,0 mmHg. Der diast. Blutruck fiel in der Versuchsgruppe von 98,5 +/- 1,2 auf 85,2 +/- 1,5 mmHg, in der Kontrollgruppe von 98,8 +/-1,7 auf 87,3 +/- 1,6 mmHg. Auch im Ausmaß der Blutdruckveränderungen unter fahrradergometrischer Belastung war zwischen den beiden Gruppen kein wesentlicher Unterschied  zu ermitteln. Eine Abhängigkeit der Blutdruckabnahme von Veränderungen des Trainingszustandes oder des Körpergewichts konnte nicht belegt werden.

Die Ergebnisse dokumentieren, dass nicht nur CO2-Bäder, sondern auch CO2-freie Wannenbäder während der Badedauer den Blutdruck senken und diese Effekte schon in dem relativ engen Temperaturbereich von 33-36°C modifiziert werden. Dies gilt zumindest für Patienten mit Grenzwerthypertonie. Bei dieser Patientengruppe wirkt ein komplexes Kurprogramm mit balneologischen, physikalischen und bewegungstherapeutischen Mitteln, das nicht speziell auf eine Hochdruckbehandlung ausgerichtet ist, bereits blutdrucksenkend. Im Kurverlauf eingestreute CO2-Bäder führen in dieser Hinsicht nicht zu einer bessern Blutdruckreduzierung.

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Verstärkte Kurerfolgsforschung, Wirbelsäulentherapiepfad und MOBI-Test-GeräT
AUTOR: Dr. K. Dettenkofer

Neue Projekte und Aufgaben des Bad Füssinger Forschungsinstituts

Das Bad Füssinger Institut zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit natürlichen Heilmitteln e.V. beschloss in seiner diesjährigen Mitgliederversammlung, der die gemeinsame Sitzung des Wissenschaftlichen Beirates und des Institut - Vorstandes vorausgegangen ist, die Kurerforschung in Bad Füssing weiter wissenschaftlich zu forcieren, neue Aktiv-Konzepte wie die Errichtung eines medizinisch-therapeutischen Wirbelsäulentherapiepfades oder die Aufstellung eines Mobilitäts-Test-Gerätes zu verwirklichen. Unter Federführung der Gemeinde Bad Füssing und des Zweckverbandes Bad Füssing wurde nach sorgfältiger Vorbereitung am 08.11.1984 unter Beteiligung namhafter Institutionen und Persönlichkeiten ein Institut zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit natürlichen Heilmitteln e.V. gegründet. Vorrangige Aufgabe der Forschungsarbeit ist, die Kenntnisse der ortsspezifischen Gegebenheiten, vor allem der 56° C warmen Bad Füssinger Thermalquellen zu vertiefen sowie die speziellen Behandlungsverfahren der Bewegungstherapie im Rahmen von Prävention und Rehabilitation, insbesondere in Kombination mit den natürlichen Heilmitteln, auf eine breitere wissenschaftliche Grundlage zu stellen. Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Bad Füssinger Forschungsinstituts wurde die langgehegte Absicht verwirklicht, die bisherigen Forschungsergebnisse der vom Institut geförderten Arbeiten in einer Broschüre herauszugeben und auf diesem Wege der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Bis zum heutigen Tag wurden 22 wissenschaftlich Arbeiten, mehrheitlich Dissertationen zur Erlangung des medizinischen Doktorgrades fertiggestellt bzw. werden in diesem Jahr noch abgeschlossen. Gerade im Hinblick auf die große gesundheitspolitische Bedeutung der Kurortmedizin, die von manchen unverbesserlichen (Gesundheits-)Politikern trotz eindeutiger wissenschaftlicher Nachweise noch immer angezweifelt wird, kommt dem Bad Füssinger Forschungsinstitut eine unverzichtbare Stellung im Kur- und Bäderwesen zu. Noch in diesem Jahr soll mit einem groß angelegten Forschungsvorhaben zum Nachweis des Kurerfolges begonnen werden. Das Thema des Projektes, dem voraussichtlich Prof. Dr. W. Schnizer als Koordinator voranstehen wird, lautet „Evaluierung des Kurerfolges nach Thermalbadkuren in Bad Füssing durch langfristige Nachuntersuchungen am Wohnort des Patienten.“

Weitere Projekte, die demnächst in Angriff genommen werden sollen, sind die Konzeptionierung und Erstellung eines Wirbelsäulentherapiepfades mit sechs oder sieben Übungsstationen wie auch der Ankauf und die Aufstellung eines „MOBI-Test-Gerätes, mit dem aufgrund verschiedenster Bewegungsabläufe in die Beweglichkeit, Belastung u.ä. anhand eines Computerausdrucks abgelesen werden kann und somit durch Benutzung dieser Anlage zu Kurbeginn und zu Kurende auch Aussagen über einen Kurerfolg in diesem Bereich gemacht werden können.

Des Weiteren ist geplant, in wissenschaftlichen Arbeiten die Auswirkungen des Fluors im Thermalwasser auf die Haut oder den Organismus, ähnlich wie dies bereits beim Schwefel gemacht wurde, zu erforschen und einen biochemischen Nachweis zu erbringen, der belegt, welche Wirkungen die Therapien in Bad Füssing auf Abhärtungsvorgänge im Körper haben.

Einen Antrag der Kurzärztlichen Vereinigung folgend, ist auch geplant in Pflegeheimen zu erforschen, welche Patientengruppen überhaupt, wie oft und wo zur Kur waren und dies mit einem Durchschnittswert der Bevölkerung in Korrelation zu bringen. Da es bisher keine derartige sozialmedizinische Auswertung gibt, erhofft man sich hiervon einen nachvollziehbaren Trend. Auch ein generelles Thema, das alle Kurorte und Heilbäder betrifft, die Befragung von Ärzten, Therapeuten und Patienten zum Aufgabengebiet des neu geschaffenen Facharztes für Physikalische Therapie und Rehabilitation, soll vom Bad Füssinger Forschungsinstitut bezuschusst werden.

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Ozon - Therapie bei Patienten mit peripheren arteriellen Verschlußkrankheiten

AUTOREN: Univ.-Prof. Dr. Dr. Dipl. Phys. Jürgen Kleinschmidt
Dr. rer. biol. hum. Dipl. Phys. Heinrich Gall
Assistenzärztin Barbara Fischer

Das starke Oxydationsmittel OZON bricht bevorzugt ungesättigte C=C - Bindungen auf (Alberts, Weigel 1969). Biochemische in-vitro-Versuche lassen auf Beeinflussungen

des Pentose-Zyklus
des Lipidstoffwechsels
von Redox-Systemen
von Vitaminen

schließen (Kleinschmidt, Schnizer 1981). Auch weitergehende klinische Befundverbesserungen nach Ozontherapie wurden bereits bei Patienten mit

Allergien, Asthma
Neuralgien
chronisch degenerativen Erkrankungen
peripheren arteriellen Verschlußkrankheiten

im Funktionsbereich "Schmerztherapie" an der Justus-Liebig-Universität Gießen dokumentiert (Herget, Vogelsberger 1982). Vergleichbare Befundverbesserungen werden allerdings auch als Folge einer Sauerstoffinfusions-Therapie dargestellt (Sailer, Stocksmneier 1989).

In einer prospektiven kontrollierten Studie sollte geprüft werden, ob man durch Anwendung

im Vergleich

bei Patienten mit peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen unterschiedliche Immediateffekte und / oder Langzeiteffekte dokumentieren kann. In einer Praxis für Allgemeinmedizin erhielten dazu 12 Patienten mit peripheren arteriellen Verschlußkrankheiten im  FONTAINE-Stadium IIa, IIb oder III kostenfreie Behandlungen mit Sauerstoffgas (100 %) oder Ozon (2 %) / Sauerstoff (98 %) - Gasgemischen. Durch unbemerktes Ein- bzw. Ausschalten des Ozonisierungsgerätes OZONOSAN R PM 83 K (Firma HÄNSLER, Iffezheim) war ihnen die jeweilige Applikationsart nicht bekannt (Schema des einfachen Blindversuchs).

Das Meßprogramm (Fischer, B.) umfaßte verschiedenartige Befundgrößen, darunter:

Blutgasanalyse (Blutgasanalysator BMS 3 Mk 2,
Firma RADIOMETER, Kopenhagen)

Sauerstoffversorgung am Fußrücken, transcutan
gemessener Sauerstoffpartialdruck tcPO3
(Gerät SM 361, Firma HELLIGE, Freiburg)

Hautdurchblutung am Fußrücken, gemessen als Wärmetransportveränderungen zwischen 
HELLIGE-Transoxode und Gewebe

Ausdauerleistung bei funktionellen Zehenstands-Versuchen jeweils vor einer Behandlung (Video-Dokumentation)

Ergebnisse

Immediat-Effekte

a) In-vitro-Sauerstoffsättigung von Eigenblut

Eine systematische ozonbedingte Verschiebung der Sauerstoffsättigungskurve war statistisch nicht zu sichern.

b) In-vivo-Sauerstoffversorgung der betroffenen Extremität

Gemessen an videodokumentierten Veränderungen des Hautfarbtons, durch Veränderungen des Wärmetransportes sowie in Bezug auf den Verlauf von tcPO2 - Werten ist als Immediateffekt am Fußrücken nach intraarteriellen Injektionen primär eine drastische Abnahme des perkutan gemessenen Sauerstoffpartialdrucks festzustellen, dem sekundär eine reaktive Hyperämie folgt. Derartige lokale Gegenregulationen des Organismus sind vermutlich auf passagere Durchblutungsbehinderungen im Kapillarnetz durch Mikro-Gas-embolien zurückzuführen.

Überzufällige Unterschiede zwischen reinen Sauerstoffinjektionen und der Applikation von Ozon- / Sauerstoff-Gas konnten - bei den allerdings wenigen Patienten - nicht gesichert werden.

Langzeit-Effekte

Die Ausdauerleistung verbesserte sich bei funktionellen Zehenständen ist im Therapieverlauf. Auch für andere Befundgrößen ließen sich im Zeitverlauf Verbesserungen dokumentieren. Ein signifikanter Bezug auf die verschiedenartigen Therapiephasen war hingegen nicht möglich.

Schlußfolgerungen

Durch intraarterielle Ozon-Sauerstoff-Injektion werden zweifelsfrei eindrucksvolle Immediateffekte bewirkt. Mit den hier erfaßten physiologischen und physikalischen Meßgrößen läßt sich allerdings die potenzierende Bedeutung der Ozon-Komponente gegenüber der reinen Sauerstoffapplikation statistisch nicht sichern. Dies schließt nicht aus, daß mit den anderen Meßverfahren, etwa mit Hilfe immunologischer Methoden (Bocci, Luana 1990), doch differenzierende Wirkungs- oder sogar Wirksamkeitnachweise zu dokumentieren sind.

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Untersuchung zum Nachweis toxischer Desinfektionsnebenprodukte in den Bad Füssinger Thermen
AUTOR: Dr. Dieter Eichelsdörfer

Bei gechlortem Schwimm- und Badebeckenwasser (besonders in Bädern mit kompliziert zusammengesetzten Heilwässern) stehen die zum Teil toxischen Desinfektionsnebenprodukte (DNP) der Chlorung stark in der Diskussion. Zu nennen sind hier in erster Linie das Chloroform bzw. bei bromidhaltigen Wässern das Bromoform sowie verschiedene chlor-/bromhaltige Trihalogenmethane (Haloforme). Der Aufnahmepfad dieser leicht flüchtigen, zumindest im Verdacht einer potentiellen Kanzerogenität stehenden Verbindungen geht überwiegend über die Atmung in der unmittelbar über der Wasseroberfläche haloformhaltigen Luft. Die Haloformkonzentration über der Wasseroberfläche ist naturgemäß abhängig von der Haloformkonzentration des Beckenwassers, unter anderem von der Bewegung des Wasserspiegels und von der Belüftung der Badeanlage.

Hinsichtlich der heutigen Anforderungen an die Qualität von Schwimm- und Badebeckenwasser konnten in Bad Füssing sehr gute Ergebnisse erzielt werden.

 Nach den im Rahmen des Forschungsvorhabens gemeinsam mit der Forschungsstelle des Umweltbundesamtes in Bad Elster durchgeführten umfangreichen und sehr aufwendigen Spezialuntersuchungen, auf noch nicht im Badebeckenwasser bekannte und noch nicht reglementierte, chlororganische DNP wie z.B. Halogenessigsäuren, Halogenacetone, Halogenacetonitrile, Chlorpikrin und viele andere exotische DNP konnte festgestellt werden, dass derartige Stoffe in der Therme, dank der modernen und effizienten Aufbereitungstechnik nicht nachweisbar sind. Auch die Haloforme in der Hallenluft liegen mit ihrer Konzentration extrem weit unter dem zum Vergleich herangezogenen maximalen Arbeitsplatzkonzentrationswerten. Und sind deshalb für die Badegäste und das Personal ohne gesundheitliche Bedeutung.

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ÜBERSICHT   PROJEKTE

Nr.

Themenbereich:

 1. Projekt

Entwicklung eines „Wirbelsäulen-Therapiepfads“ für Bad Füssing
Der Bad Füssinger Wirbelsäulen-Therapiepfad
Hintergründe, Konzeption, Gestaltung, Nutzung
Prof. Dr. med. Wolfgang Schnizer, München 
und Gerhard Winklhofer, Bad Füssing

 

Zusammensetzung der Arbeitsgruppe klicken Sie hier
2. Projekt Effektivitätsanalyse eines posturalen Koordinationstrainingsprogrammes für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen.
Kurzzusammenfassung des Trainingskonzeptes
Patienteninformation zur Studie: 
3. Projekt Patienteninformation zur Studie: "Effektivität der Kompaktkur"

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Entwicklung eines „Wirbelsäulen - Therapiepfads“ für Bad Füssing

AUTOR:  Prof. Dr. med. W. Schnizer


Wir kennen heute eine Vielzahl von „Trimmanlagen“, die als in der Natur, besonders in städtischen Grünanlagen oder aber in Außenbereichen, installierte Sport- und Freizeiteinrichtungen den Bedürfnissen des spiel-, sport und erholungssuchenden Menschen Rechnung tragen wollen. Häufig besteht eine Gliederung, wonach „Gerätestationen“ durch Laufstrecken miteinander verbunden sind. Je nach Zusammensetzung der Einrichtung lassen sich bestimmte Bewegungsfunktionen üben und trainieren. Der Einbau solcher Anlagen in bewegungstherapeutische Konzepte der Medizin würde ein Behandlungsprogramm unterstützen und ergänzen, zumal gerade im Bereich der Erkrankungen der Bewegungsorgane die Bewegungstherapie einen hohen Stellenwert einnimmt. Eine therapiebezogene Trimmanlage ist in der Lage, gezielte bewegungstherapeutische Übungsaufgaben zu stellen. Allem Anschein nach ist dieses Thema bisher nirgendwo umgesetzt worden.

Zielsetzungen eines „Wirbelsäulen-Therapiepfads“

Es spricht Vieles dafür, dass eine solche Anlage für den Patienten von hohem Motivations- und Aufforderungscharakter zur Eigeninitiative ist, ein wichtiger Gesichtspunkt in der Praxis, was eine regelmäßige Nutzung angeht. Daraus ist eine hohe Akzeptanz sowie Effektivität zu erwarten, was zudem den Vorteil der Entlastung spezifisch ausgebildeter Therapeuten (Physiotherapeuten, Sporttherapeuten) mit sich bringt. Für den Kurort hätte eine solche Einrichtung Modellcharakter gerade dort, wo die Indikationen aus dem Bereich des Stütz- und Bewegungsapparates dominieren, insbesondere ein Schwerpunkt in den chronischen Rückenleiden besteht. Für Bad Füssing trifft dies in hohem Maße zu und das ergänzende bewegungstherapeutische Angebot fände einen großen Patientenkreis.

Konzeption und Gestaltung eines „Wirbelsäulen-Therapiepfads“

Die Gemeinde Bad Füssing ist an einer solchen Anlage interessiert und überträgt dem Institut zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit natürlichen Heilmitteln e.V. die Bearbeitung des Projekts. Die Bezeichnung „Wirbelsäulen - Therapiepfad“ sollte vielleicht eher als Arbeitstitel betrachtet werden, denn es dürfte sinnvoll sein, eine Nutzung auch einem erweiterten Indikationsspektrum bis hin zum Gesundheitstraining zu erlauben. Die Einrichtung eines solchen „Bewegungs - Parcours“ mit erweiterten präventiven und rehabilitativen Zielsetzungen lässt sich ohne erheblichen Mehraufwand umsetzen. 

Die Realisierung einer solchen Anlage könnte z. B. in Form von 3-4 Pavillons mit Übungsstationen sowie weiteren die Pavillons verbindenden Übungs- und Trainingseinrichtungen vorgenommen werden. Das verlangt eine Anschaffung bzw. Entwicklung von Gerätschaften, die sich an bewegungstherapeutischen Gesichtspunkten orientieren und eine gefahrlose Nutzung gewährleisten. Die technisch-materiellen Voraussetzungen ebenso wie die Formen der Gerätegestaltung und –konstruktion müssen erarbeitet werden. Es wird nicht zuletzt von der Originalität und einer phantasievollen Fertigung abhängen, inwieweit ein Patient angesprochen und seine Eigenaktivität angeregt wird. 

Bisherige Planung

Es ist zu Beginn des vergangenen Jahres eine Arbeitsgruppe gebildet worden, die seit Februar 2001 einmal pro Monat zusammentrifft, um projektrelevante Überlegungen anzustellen und das Projekt voranzutreiben. 

Mitglieder der Arbeitsgruppe: die Damen Eichner und Hausberger, die Herren Holzapfel, Ostarek, Schnizer und Wein. Die Arbeitsgruppe ist bisher zu folgenden Empfehlungen gelangt:

Text: von links nach rechts: Text: von links nach rechts:


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Entwicklung eines „Wirbelsäulen - Therapiepfads“ für Bad Füssing

Arbeitsgruppe ( Treffen ca. 6 mal pro Jahr )

Prof. Dr. med. W. Schnizer (Leiter) Universität München
Dr. Holzapfel, (Arzt) Praxis Bad Füssing
Dr. Wein, (Arzt) Niederbayernklinik, Bad Füssing
Herr Ostarek, (Masseur) Johannesbad Bad Füssing
Frau Eichner (Dipl.- Sportlehrerin) LVA-Rheumaklinik, Bad Füssing
Frau Hausberger (Schriftführerin) bei Dr. Holzapfel Bad Füssing

kleine Arbeitsgruppe ( Treffen alle 2-3 Wochen )
beschäftigt sich mit Inhalten der Außenanlagen und Pavillons

Prof. Dr. med. W. Schnizer
Herr Ostarek,
Frau Eichner


Zusammenarbeit mit

 

Der  Bad Füssinger  Wirbelsäulen - Therapiepfad
Prof. Dr. med. Wolfgang Schnizer, München und Gerhard Winklhofer, Bad Füssing

Im Mai 2004 ist der nach ca. 2-jähriger Bauzeit nunmehr fertiggestellte Bad Füssinger Wirbelsäulen-Therapiepfad unter regem öffentlichen und medialen Interesse eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben worden. Die Anlage, die durch Initiative des Bad Füssinger Instituts zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit natürlichen Heilmitteln e.V. in Zusammenarbeit mit der Gemeinde zu Stande kam, versteht sich als ein in freier Natur realisierter Übungs- und Trainingsparcours für Patienten und andere Gäste im Sinne eines ergänzenden bewegungstherapeutischen Angebots. In Konzeption und Gestaltung bedeutet diese Anlage für Kur- und Erholungsorte eine Innovation mit Modellcharakter. 

Hintergrund der Entstehung des Projekts:

Körperliches Training, Bewegungs- und Sporttherapie sind heute in der Präventions-
und Rehabilitationsmedizin etablierte Verfahren. Es besteht kaum mehr eine medizinische Fachdisziplin, die sich nicht deren Methoden und Programme bedient. Zudem besteht Konsens in der positiven Bedeutung, die generell von körperlichem Training und Bewegungsaktivität für die physische und psychische Gesundheit ausgeht, so dass die gesundheitspolitischen Forderungen nach einer körperlich aktiveren Lebensweise in unserer eher von Bewegungsmangel geprägten Zeit verständlich und auch angebracht sind. Es ist legitim, hier nach weiteren Wegen zu suchen oder Fortentwicklungen anzuregen.

In den Kurorten sind bewegungstherapeutische Angebote Tradition, wie z.B. in Form der Terrainkuren, und immer wieder werden auch neuere bewegungs- und sporttherapeutische Formen umgesetzt. Die derzeitige Welle des Nordic-Walking sei als Beispiel angeführt. Abgesehen davon, finden sich in fast allen Reha-Kliniken, in vielen Beherbergungsbetrieben und bei niedergelassenen Physiotherapeuten apparative Einrichtungen, mit denen im Sinne der Medizinischen Trainingstherapie gearbeitet wird. Gerade im Bereich von Erkrankungen der Bewegungsorgane haben Letztere einen hohen Stellenwert.

Auch kennen wir seit langem meist im Außenbereich der Kommunen installierte sogenannte Trimmanlagen, wie z.B. Trimmpfade, Fitnessparcours u.ä., die aber erfahrungsgemäß ein eher randständiges Dasein führen und sich für Kranke wenig eignen. Sie lassen sich daher selten in medizinische Konzepte sinnvoll einbauen. Hier nun setzt der Grundgedanke des Bad Füssinger Wirbelsäulen-Therapiepfads an, durch geeignete Weiterentwicklungen in der freien Natur bewegungs- und sporttherapeutische Einrichtungen zu schaffen, mit denen sich gezielt bewegungstherapeutische Pläne umsetzen lassen, und die auch modernen trainingsmethodischen Kenntnissen gerecht werden.

Konzeption und Zielsetzungen:

Die Anregung zu einem solchen bewegungstherapeutischen Parcours ging vom Bad Füssinger Forschungsinstitut aus und liegt schon mehrere Jahre zurück. Erst als die Gemeinde Bad Füssing Interesse bekundete und die Finanzierung sichern konnte, war an eine konkrete Planung zu denken. In der Folge wurde eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich aus sportmedizinisch interessierten Personen zusammensetzte (Ärzte, Physiotherapeuten, Sportlehrer, Kurverwaltung), deren konkrete Entwürfe für die praktische Umsetzung herangezogen wurde, die dann Schritt für Schritt erfolgte.

Wichtig schien die Überlegung, für die Anlage sowohl eine ansprechende Form auf einem geeigneten Bauareal zu finden, als diese vielseitig mit zweckgerichteten Gerätschaften im Sinne von Übungs- und Trainingsmitteln auszurüsten, die zudem neuere sportwissenschaftliche und sportmedizinische Kenntnisse berücksichtigen. Möglichst originelle und phantasievolle Produktfertigungen sollten angestrebt werden, die auch psychologische Faktoren zur Geltung bringen. Dahinter verbirgt sich vor allem die Vorstellung, dass von einer attraktiv gestalteten Anlage eine gute Akzeptanz, sowie eine hohe Motivation zur Nutzung ausgeht, die sich vielleicht auch in mehr Eigeninitiative im Bewegungsverhalten niederschlagen. Hierzu beitragende Maßnahmen gehören zu wichtigen pädagogischen Elementen.

Die Bewegungs- und Sporttherapie stellt im Kurort einen wesentlichen Teil der Behandlungskonzepte dar, in Thermalkurorten wohl die wichtigste Ergänzung zu den balneologischen Maßnahmen. Hier findet gerade auch der ältere Mensch Berücksichtigung. Wichtige Therapieziele sind die Wiederherstellung belastbarer Organsysteme, z.B. nach Operationen und Erkrankungen, oder der Erhalt von Funktionsfähigkeit und Belastbarkeit, die rasche Wiedererlangung der Berufstätigkeit 
und Verbesserung der Bewegungsfunktionen für den Alltag. Im Zentrum steht hier sicherlich der orthopädisch-rheumatologische Indikationskreis, aber auch eine Reihe weiterer Krankheitsgruppen profitiert von gezielten Trainingsmaßnahmen. Das setzt natürlich ein geeignetes Inventar und kompetente Betreuung voraus.

Die Bezeichnung "Wirbelsäulen-Therapiepfad" mag die Vorstellung induzieren, dass die Anlage in erster Linie den Wirbelsäulenerkrankungen gewidmet sei. Der Terminus ist zunächst während der Planungsphase als Arbeitstitel verwendet und später dann belassen worden. Sicherlich will er der in Bad Füssing starken Gruppe von Rückenpatienten besonders Rechnung tragen, jedoch ist er auf Grund großer methodischer Vielfalt für ein breiteres Indikationsspektrum angelegt. In der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen spielen aktive und passive Physiotherapie sowie balneotherapeutische Verfahren eine wichtige Rolle. Für einen Großteil der Patienten bedeutet ein Muskeltraining, z.B. der Rumpfmuskulatur, eine notwendige Behandlungsmethode. Auch wenn häufig Schadensbilder im Stütz- und Bewegungsapparat angesprochen werden, der Wirbelsäulen-Therapiepfad bietet auch geeignete Möglichkeiten für ein therapiebezogenes Üben und Trainieren bei internistischen Krankheitsbildern, wie z.B. Herzkreislauf- und Stoffwechselerkrankungen, wo Elemente eines Trainings auf Ausdauer erfolgreich eingesetzt werden. Darüber hinaus können der in seiner Gesundheit weniger beeinträchtigte Kur- oder Feriengast, ebenso wie der nur sportlich und an Fitness Interessierte, oder Gäste, die im präventiven Sinne ein Gesundheitstraining durchführen möchten, oder einfach mal auf eine andere Art bewegungsaktiv sein wollen, die Einrichtungen des Parcours in Anspruch nehmen.

Gestaltung des Wirbelsäulen-Therapiepfades:

Zu einem wesentlichen planerischen Grundsatz gehörte, dass die Anlage in die besondere Atmosphäre eines schönen Stücks freier Natur eingebettet sein sollte. In diesem Zusammenhang bot sich in idealer Weise ein Areal des Bad Füssinger Freizeitparks an, das zudem durch seine Lage für das Publikum gut erreichbar ist. Hier ließ sich der Plan, in 4 Pavillons in Holzbauweise Übungs- und Trainingsgeräte unterzubringen, sowie die Pavillons durch weitere Gerätestationen zu verbinden, gut umsetzen. Das bedeutete zunächst die Schaffung einer Infrastruktur, z.B. Wege, Fundamente, Pavillonbau, Zaun und gärtnerische Arbeiten, die von örtlichen Partnern (Bauamt, Bauhof, Kurgärtnerei, Baufirmen) vorgenommen wurde.

In der Planung und Gestaltung der Übungs- und Trainingsgeräte bzw. Gerätestationen sind wir neue Wege gegangen, vor allem im Hinblick auf die genannten Absichten, bei den Besuchern der Anlage eine hohe Motivationsförderung bewegungsaktiv zu werden, auszulösen. So waren spielerische Elemente erwünscht, die Bewegungsaktivitäten sollten mit Spass und Freude verbunden sein, vielleicht 
sogar ein Erlebnischarakter spürbar werden. Deshalb musste es darum gehen, weniger kommerzielle Produkte, etwa nach Art eines Fitness-Studios, in den Parcours aufzunehmen, sondern in erster Linie Neuentwicklungen nach den Vorstellungen und Ideen der Arbeitsgruppe Raum zu lassen. Um das Spielerische und den Erlebnischarakter zu betonen, machten wir auch Anleihen aus dem Sektor Abenteuerspielplatz. Sofern Eignung der Gerätschaften bestand, was meist erst nach Adaptation oder baulichen Modifikationen der Fall war, wurden diese im Wirbelsäulen-Therapiepfad eingesetzt. Von den derzeit 30 Objekten des Geräteinventars entsprechen nur 5 Exemplare nicht solchen Neuentwicklungen oder Abwandlungen, was also einen hohen innovativen Anteil ausmacht. Auf Grund dieser Gesamtstruktur lässt sich der Bad Füssinger Wirbelsäulen-Therapiepfad auch als eine Mischung von Outdoor-Fitness-Studio und Abenteuerspielplatz für Erwachsene kennzeichnen.

Etwa die Hälfte der Übungs- und Trainingsgeräte ist in den Pavillons untergebracht. Ihre Konstruktion, ebenso wie die der Outdoor-Einrichtungen, orientiert sich vor allem an den in der sogenannten Medizinischen Trainingstherapie verlangten Funktionsweisen, die auch bewegungstherapeutische Prinzipien einschließen. Hier wird üblicherweise eine Differenzierung nach Bewegungseigenschaften, wie Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit und koordinative Fähigkeiten, vorgenommen. Sie und dahinter stehende zahlreiche Organfunktionen sollen im Übungs- und Trainingsprozess positive Auswirkungen erfahren. In diesem Zusammenhang sind die Pavillons schwerpunktmäßig nach jeweils einer Bewegungseigenschaft eingerichtet und benannt worden. Alle sind mit einer Beschilderung versehen, aus der über anschauliche Grafiken und Übungsbeschreibungen Sinn und Zweck der verschiedenen Bewegungsaktivitäten hervorgeht. Über deren gesundheitliche Auswirkungen wird auf verständliche Weise informiert.

In der Konstruktion der Übungs- und Trainingsgeräte wurde viel Mühe darauf verwendet, möglichst originelle und spielerische Komponenten einzuplanen, nicht zuletzt, um einen gewünschten Complianceeffekt zu vermitteln. Vergnügliche Bewegungsaktivitäten sind sicherlich mit einer guten Motivation verbunden. In diese 

Richtung zielen auch die in eine Reihe von Geräten eingebauten Feedback-Mechanismen, d.h. zum Beispiel optische Rückmeldungen der ausgeübten Bewegungsaktivitäten. Davon kann ein eigener Motivationsreiz ausgehen. Dabei war immer die anerkannte trainingsmethodische Grundlage zu berücksichtigen. Als eine weitere Besonderheit ist die Konzeption hervorheben, wonach in einem Teil der Einrichtungen gleichzeitig mehrere Bewegungseigenschaften angesprochen sind, was in komplexen, mehrdimensionalen Bewegungsabläufen, wie sie z.B. in der Alltagsmotorik vorkommen, manifest wird.

Die Entwicklung und Herstellung eines Großteils der Geräte im Sinne von Unikaten bedeutete einen erheblichen Aufwand an Arbeit und Kosten. Gerade was die technisch - materiellen Voraussetzungen anging, war eine Zusammenarbeit mit vor allem regionalen Partnern unverzichtbar (Handwerker, Technische Betriebe, Ingenieurbüros, Bauamt). Auch die Werkstätten der 3 großen Reha-Kliniken von Bad Füssing haben einen wertvollen Beitrag geleistet. Es bestand allzeit eine engagierte und reibungslose Zusammenarbeit. Dabei ging es auch darum, der Robustheit, Stabilität, Wetterbeständigkeit und Sicherheit der Geräte Aufmerksamkeit zu schenken. Der Sicherheitsaspekt ist vom TÜV München beurteilt worden, eine 
wichtige Voraussetzung für die Gemeinde, um für die Anlage eine Unfallversicherung abschließen zu können.

Nutzung des Wirbelsäulen-Therapiepfads:

Vom TÜV ist aus Sicherheitsgründen eine Umzäunung der Anlage ebenso wie eine Betreuung durch Fachkräfte (Physiotherapeuten, Sportlehrer) gefordert worden. Der Parcours ist deshalb für Besucher nicht frei zugänglich, auch nicht für Kinder zugelassen. Da Fachkräfte eingesetzt werden, ist sowohl eine sachgerechte Anleitung zu den vielseitigen Übungs- und Trainingsmöglichkeiten als auch die Kontrollfunktion gesichert. Das Erstellen von Trainingsplänen im Hinblick auf indikationsspezifische Übungskombinationen gehört ebenfalls in den Aufgabenbereich des betreuenden Personals. Von der technischen und baulichen Seite her sind regelmäßige Kontrollen vorgesehen, für welche die kommunalen Handwerker zuständig sind.

Im Rahmen des Gesundheitsförderungsprogrammes der Kurverwaltung werden hier u.a. Kurse wie z.B. Muskelfunktionstraining, Wirbelsäulengymnastik, Herz-Kreislauf-Training und Osteoporosegymnastik durchgeführt. In diesem Zusammenhang werden von der Kurverwaltung auch Kooperationen mit verschiedenen Vermieterbetrieben, Kliniken, Thermen und Krankenkassen angestrebt.


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Allgemeine Informationen zur Studie:

Effektivitätsanalyse eines posturalen Koordinationstrainingsprogrammes für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen.

Projektleiter und beteiligte Institutionen:

Chefarzt Prof. Dr. med. W. F. Beyer, LVA-Rheumaklinik, Bad Füssing
Chefarzt Dr. Wein, Niederbayernklinik, Bad Füssing
Dr. Holzapfel, Bad Füssing
Dr. Irlacher, Bad Füssing
Chefarzt Dr. Dittmann, Johannesbad, Bad Füssing


1. Hintergrund:

Die Wichtigkeit des Effektivitäts- und Effizienznachweises für innovative Behandlungsmethoden ist seit einigen Jahren unumstritten. Krankenkassen fordern erfolgs-versprechende Behandlungskonzepte. Patienten, besonders mit chronischen Rückenschmerzen (CLBP) wünschen sich motivierende, "schnell" wirkende und lang anhaltende Anwendungen. Kurorte sehen es gerne, Vorreiter einer neuen Therapiestrategie zu sein. Um diese Interessen in Konsens zu bringen, ist es unumgänglich die Vorteile einer solchen Maßnahme zu objektivieren. 

In den letzten Jahren wurde unter Federführung von Dr. Rasev an der Karlsuniversität ein neues Therapieprinzip eingeführt, bei dem koordinative und propriozeptive Ziele und Therapieansätze im Vordergrund stehen. Hierzu wurden zwei neue Therapiegeräte entwickelt, das POSTUROMED und das PROPRIOMED. Beide Geräte dienen einer Stabilisierung der tiefen, monosegmentalen Rückenmuskulatur. Durch die gezielte Stimulation dieser, für die Stabilität der Wirbelsäule verantwortlichen Muskulatur, sollten die gängigen Therapie-konzepte erweitert und ergänzt, jedoch keinesfalls ersetzt werden. Die ersten therapeutischen Ergebnisse von der Karlsuniversität Prag klingen viel versprechend.

POSTUROMED

PROPRIOMED

Die Therapie mit dem POSTUROMED erfolgt durch geeignete Kombinierung und Erhöhung der spezifischen afferenten Informationen (Bewegungsapparat, Vestibularapparat, Auge), deren Entstehung von den Eigenschaften der schwingenden Therapiefläche (definierte, stufenweise einstellbare Eigenfrequenz und definierte Dämpfung) und von bestimmten Übungen abhängig ist (Rasev E.: Therapieanleitung Posturomed). Die neuen Übungen mit dem PROPRIOMED stellen Ansprüche an die Fähigkeit der motorischen Steuerung, die synergistisch / antagonistisch wirkenden Muskeln in kurzen Zeitabschnitten wechselweise rhythmisch und rechtzeitig anzuspannen und wieder zu entspannen. Die Einstellbarkeit der Stimulationsfrequenz am PROPRIOMED ist in dem Therapiekonzept eingeführt. Dabei wird die posturale (= haltungsbetreffend) Funktion wesentlich verbessert. Diese verbesserte posturale Funktion bewirkt die Optimierung der synergistischen Aktivierung der Muskulatur während der Haltearbeit (Rasev E.: Therapieanleitung PROPRIOMED)

2. Ziele und Fragestellungen:

Mit Hilfe obig genannter Studie soll aufgezeigt werden, inwieweit dieses spezielle Koordinationstrainingsprogramm Einfluss auf den Gesundheitszustand der Patienten nimmt. 
Dabei soll eine Bewegungsanalyse (Frequenzanalyse) erstellt werden, die Koordination (statisch und dynamisch) und die maximale Rumpfkraft in Eingangs- und Ausgangstests analysiert werden. In einem Trainingskonzept sollen postural Koordinationsübungen mit Hilfe der neuroorthopädischen Therapiegeräte POSTUROMED und PROPRIOMED trainiert werden. Die cardiopulmonale Ausdauerfähigkeit soll auch während der Trainingseinheiten beobachtet werden. Die positive Einflussnahme auf die subjektive Selbsteinschätzung soll anhand eines Fragebogens erfasst werden.

Die Therapiemaßnahmen sollen sowohl in stationärem 3 bis 4-wöchigem Rehabilitations-aufenthalt im Rahmen einer Multicenterstudie (Klinik Niederbayern, Rheumaklinik Bad Füssing, Johannesbad), wie auch ambulant unter Miteinbeziehung der niedergelassenen Ärzte Bad Füssings (Rekrutierung geeigneter Patienten) in 8-wöchiger Behandlung bei ortsansässigen Patienten aus Bad Füssing und Umgebung objektiviert werden. Dabei soll auch die Frage geklärt werden, ob über eine der beiden Rehabilitationsmaßnahmen mehr oder weniger Effekt als über die andere auf die verschiedenen Einflussbereiche ausgeübt werden kann. 

Die Fragestellungen der Studie lauten:

  1. Ergibt sich in der Funktion und Fähigkeit (FFbH-R) und im allgemeinen Gesundheitszustand (SF-36) ein signifikanter Unterschied zwischen Interventions- und Behandlungsgruppe ?

  2. Welche Behandlungseffekte (Koordinationsgewinn, Rumpfkraftzuwachs, Stabilität etc.) werden bei Patienten mit CLBP und posturalem Training im Vergleich zu Patienten mit CLBP und Standardbehandlung erzielt ?

  3. Welche CLBP-Patienten (in Abhängigkeit von Alter, Geschlecht, Behandlungsmotivation und -erwartungen etc.) profitieren vor allem vom posturalen Training ?

  4. Wird das posturale Trainingsprogramm von den Patienten mit CLBP, gemessen an der Compliance, Behandlungszufriedenheit, etc. akzeptiert ?

  5. Läßt sich eine Aussage über den Trainingseffekt bezüglich des Trainingszeitraumes (stationäre und ambulante Gruppe) machen ? 


3. Studiendesign:

3.1. Studientyp und Studienpopulation

Prospektive randomisierte multizentrische Studie mit sechsmonatigen Follow-up und mit mindestens 200 Patienten.
100 Patienten kommen aus der stationären Rehabilitation, 100 Patienten aus der ambulanten.
Die Hälfte der Patienten wird zusätzlich zu den individuell verordneten konventionellen Behandlungsmethoden, wie Einzelkrankengymnastik, Massagen, med. Trainingstherapie, Wassergymnastik und Bädern mit dem neu entwickelten posturalen Koordinations-trainingskonzept behandelt.
Zu Beginn und Ende der Behandlung werden bei allen Patienten Bewegungsanalysen mit einem Testgerät der Fa. Zebris durchgeführt und mit einem Maximalkrafttestgerät der Fa. WOLFF Rumpfextension, -flexion und -lateralflexion gemessen. Mit Hilfe des BIODEX wird je ein statischer und ein dynamischer Koordinationstest durchgeführt. Während der Behandlungszeit soll bei allen Patienten die Pulsfrequenz mit Pulsuhren der Fa. POLAR gemessen werden.
Die subjektive Einschätzung ihrer Funktionsfähigkeit sollen die Patienten mit Hilfe von Fragebögen (FFbH-R von Kohlmann & Raspe und SF-36 von Bullinger & Kirchberger) fassbar machen.
Die Randomisierung erfolgt an Hand einer Randomisierungsliste, wobei die Gruppenstärke und die Verteilung von männlichen und weiblichen Probanden sowohl in Interventions-, wie auch in Kontrollgruppe gleich sein soll.


Einschlusskriterien:

- w/m Patienten 
- Alter: 20 - 65 Jahre
- Chronische unspezifischer Rückenschmerz seit mindestens 3 Monaten - CLBP
- schriftliche Einverständniserklärung
- segmentale Instabilität im lumbo-sacralen Übergang
- Schmerzsymptomatik bessert sich bei Bewegung (z.B. Gehen)

Ausschlusskriterien:

- Rückenschmerz spezifischer Genese
- gestellter Rentenantrag
- radikuläres Defizit
- akute entzündliche Krankheiten des muskulo-skelettalen Systems
- Fibromyalgie nach ACR-Kriterien
- Operationsindikation
- bereits an der WS/BS operierte Patienten
- Schwangerschaft
- starke Schmerzen an oberen und unteren Extremitäten
- mangelnde Deutschkenntnisse

Zur Rekrutierung der stationären Teilnehmer werden die Akten, die den mitwirkenden Kliniken vor Einberufung zu Verfügung stehen, auf potentielle Teilnehmer durchgesehen. Diese werden bei Erfüllen der Einschlusskriterien durch den Stationsarzt befragt, ob sie an einer wissenschaftlichen Studie teilnehmen möchten. Daraufhin werden die potentiellen Teilnehmer von dem Projektleiter über die Teilnahme aufgeklärt. Erst nach schriftlicher Einwilligung werden die jeweiligen Personen in die Studie aufgenommen und einer Gruppe (Interventions- bzw. Kontrollgruppe) zugeordnet.

Behandlungskonzept:

Die Interventionsgruppe erhält neben einer Standardbehandlung ein posturales Koordinations-training zur Ganzkörperstabilisation mit Hilfe der Geräte PROPRIOMED über die oberen Extremitäten und POSTUROMED über die unteren Extremitäten, wobei dieses spezielle Training zeitlich vor anderen Anwendungen anzusetzen ist.

In der Interventionsgruppe wird im Stationsbetrieb über eine Trainingseinheit von 45 Minuten (incl. Warm-up) in Gruppen bis zu 8 Personen geübt. Die stationären Trainings-gruppen trainieren zwei Wochen lang je 5 mal pro Woche (10 TE). 
Die ambulanten Gruppen erhalten ihr Trainingsprogramm zweimal die Woche über einen Zeitraum von 8 Wochen (16 TE).
Das Trainingsprogramm umfasst 8 Stationen, wobei je 4 Übungen mit dem POSTUROMED (d.h. Stabilisationsübungen mit labilem Untergrund für die unteren Extremitäten) und dem PROPRIOMED (d.h. Stabilisationsübungen über die oberen Extremitäten) absolviert werden sollen. Übungszeit an den einzelnen Stationen soll 30 Sekunden, genauso wie die Pause da-zwischen, betragen. Es werden 3 Durchgänge mit kurzer vorheriger Erwärmung durchgeführt. Der genaue Ablauf wird in einem Studienhandbuch beschrieben. 

Das stationäre Standardprogramm umfasst:

1. Einzelkrankengymnastik:   => 6 mal 30 min 

- Sympatikusdämpfung
- Mobilisation
- Dehnung und Weichteiltechniken

2. Massage:   => 4 mal 20 min

- Bindegewebsmassage
- Triggerpunktbehandlung
- Muskeldehnung

3. MTT:    => 6 mal 45 min

- festgelegtes Programm mit Auswahl spezieller Übungsgeräte 
(exakte Kontrolle von Frequenz, Dauer, Intensität)

4. Wassergymnastik   => 4 mal 30 min

- unspezifisch bzw. nicht LWS-Gruppe

5. Bäder / Wärmeanwendungen   => 4 mal
.
6. Elektro / Stangerbad   => 6 mal 

- kein Muskelaufbau

7. Kneippanwendungen    => 6 mal
.
8. Gesundheitsspezifische Vorträge    


Die ambulante Interventionsgruppe erhält lediglich das Koordinationstrainingsprogramm mit dem POSTUROMED und dem PROPRIOMED.

Im Unterschied zur posturalen Therapie der Interventionsgruppe erhält die Standardgruppe eine unspezifische Wirbelsäulengymnastik mit dem selben Zeitumfang.

Treatmentintegrität:

Die Physiotherapeuten und Masseure werden über die einzusetzenden Methoden informiert und auf deren Anwendung in gleicher Durchführung hingewiesen. In regelmäßigen Ab-ständen trifft sich das Team, um Probleme zu besprechen und die Treatmentintegrität zu gewährleisten.

Methodik: (wird von Psychologin Beate Kleist ausgearbeitet !)

Messzeitpunkte:

Es sind drei Messzeitpunkte vorgesehen:

T0 - Beginn der Rehabilitationsmaßnahme
T1 - Ende der Rehabilitationsmaßnahme
T2 - Follow-up 6 Monate nach Abschluß der Behandlung

Ziel- und Messgrößen:

Folgende Ziel- und Messgrößen werden erfasst:

- Zebris Bewegungsanalyse - "Frequenzanalyse" (Fa. Zebris)
- statische Koordinationsfähigkeit (Fa. Biodex)
- dynamische Koordinationsfähigkeit (Fa. Biodex)
- maximale Rumpfextensionskraft (Fa. Wolff)
- maximale Rumpfflexionskraft (Fa. Wolff)
- maximale Rumpflateralfexionskraft (Fa.Wolff)
- subjektive Befindlichkeit (Fragebogen FFbH-R und SF 36)
- während des Interventionsprogrammes: Pulkontrolle (Fa. Polar)

3.2. Zeiterfassung:

a) Vorbereitungszeit:
ca. 2-3 Monate

b) Testphase: 
ca. 3-4 Patienten pro Woche = 12-16 Patienten / Monat => ca. 14-17 Monate 

c) Nachbereitungszeit: 
ca. 4-5 Monate

Laufzeit:   ca. 24 Monate
Beginn:     01. Juni  2002
Ende:        31. Mai   2004


4. Literatur

Jerosch J., Wüstner P.: Effekt eines sensomotorischen Trainingsprogramms bei Patienten mit subakromialem Schmerzsyndrom Unfallchirurg 2002 . 105:36-43 Springer Verlag 2002 
Rasev E.: Therapieanleitung Propriomed (Fa. Haider Bioswing)
Rasev E.: Therapieanleitung Posturomed (Fa. Haider Bioswing)
Rasev E.: Propriozeptive posturale Therapie auf Posturomed (KG-Intern 6/97)
Rasev E.: Propriozeptive posturale Koordinations-Therapie der segmentalen Instabilität auf dem Posturomed (KG-Intern 3/99)

 


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Kurzzusammenfassung des Trainingskonzeptes
Hinweise zur Studie

"Effektivitätsanalyse eines posturalen Koordinationstrainingsprogrammes für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen." 

PROPRIOMED

 

POSTUROMED

PROPRIOMED Studienverlauf:

Anreisewoche: Do/Fr Eingangstests und Fragebögen
Zuteilung in Interventions- und Kontrollgruppe
Informationsveranstaltung für beide Gruppen
Interventionsgruppe:
2 x Mo - Fr: PP-Training & Standardprogramm
Kontrollgruppe:
2 x Mo - Fr: Wirbelsäulengymnastik & Standardprogramm
Abreisewoche: Mo/Di Ausgangstests und Fragebögen
nach 6 Monaten: Fragebögen

Trainingskonzept:

Dauer: insgesamt 60 min, täglich von 9.00 - 10.00 Uhr
Stationstraining ("Zirkeltraining") mit 8 Übungen
3 Stationen/Übungen mit dem POSTUROMED
5 Stationen/Übungen mit dem PROPRIOMED
3 Durchgänge, jeweils 45 sec Training und Pause im Wechsel
Pulskontolle und -dokumentation während des Trainings
vorherige Aufwärmphase, spezifische Dehnübungen nachher

POSTUROMED
Kontrollgruppe: statt PP-Training täglich Wirbelsäulengymnastik (kann auch im Wasser sein z.B. Mo/Mi/Fr trocken und Di/Do im Wasser)
Standardprogramm: 6 Massagen
6 Elektrotherapien
4 Wärmeanwendungen
6 Medizinische Trainingstherapie
4 Wassergymnastik
täglich Thermenbesuch

Einschlußkriterien:
Kontraindikationen:
  • w/m Patienten
  • Alter 25 - 70 Jahre
  • Chronisch unspezifischer Rückenschmerz seit 3 Monaten * Entzündungen an tragenden Gelenken (Cronic Low Back Pain = CLBP)
  • schriftliche Einverständniserklärung
  • statische Insuffizienz und damit verbundene Rückenschmerzen  (segmentale Instabilität der Wirbelsäule)
  • Scherzsymptomatik bessert sich bei Bewegung
  • Spastizität
  • akute Irritation der Dura Mater (z.B. nach akutem BSV)
  • Entzündungen an tragenden Gelenken
  • akute Kompression der Nervenwurzel (,z.B. akuter BSV)
  • Schmerzen während den Übungen
  • Schwangerschaft
  • radikuläres Defizit
  • Fibromyalgie nach ACR-Kriterien
  • bereits an der Bandscheibe operierte Patienten
  • mangelnde Deutschkenntnisse
 


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Patienteninformation zur Studie:

"Effektivitätsanalyse eines posturalen Koordinationstrainingsprogrammes für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen." 

Das heutige Gesundheitswesen unterliegt einem stetigen Wandel. Um diesen Wandel in die richtigen Bahnen zu lenken, müssen bestehende Behandlungskonzepte überprüft und neue Konzepte erprobt und ausgewertet werden. Überprüfung  und Auswerten heißt in diesem Fall:

  • Dokumentation von Testergebnissen
  • Erfassung der Zufriedenheit der Patienten

Somit stellt dieses Verfahren einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung dar !

Aus diesem Grund führt das Institut zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit Natürlichen Heilmitteln e.V. in Bad Füssing eine groß angelegte Studie in Zusammenarbeit mit der LVA-Rheumaklinik (Testphase), der Johannesbad REHA-Kliniken AG (Behandlung), der Klinik Niederbayern (Behandlung) und niedergelassenen Badeärzten aus Bad Füssing durch.

Im Rahmen dieser Studie steht die Effektivität eines neu konzipierten posturalen Koordinationstrainingsprogrammes im Vordergrund.

Während Ihres Aufenthaltes in Bad Füssing könnten Sie an diesem Projekt teilnehmen. Neben einem   „Standardprogramm“   für Wirbelsäulenpatienten erhalten Sie zusätzlich täglich ein interessantes und anspruchsvolles, jedoch keineswegs besonders schweißtreibendes, 60-minütiges Trainingsprogramm. Sie müßten, nach Ihrer Anreise im Johannesbad, zur Leistungsbestimmung in die LVA Rheumaklinik (Wegbeschreibung mit Termin erhalten Sie von Ihrem aufnehmenden Arzt).

Es werden folgende Merkmale Ihrer Leistungsfähigkeit aufgenommen:

  • Statisches und dynamisches Gleichgewichts- und Koordinationsverhalten
  • Kraftmessung der Rumpfmuskulatur
  • Bewegungsanalyse des Rumpfes
  • Fragebogen zum allgemeinen Gesundheitszustand
  • Fragebogen über Alltagstätigkeiten

Dieser Testablauf wiederholt sich am Ende Ihres Aufenthaltes, um die Veränderung ihrer Leistungsfähigkeit objektivieren zu können.
Nach 6 Monaten sollten Sie nochmals die 2 Fragebögen ausfüllen.

Sie können sich ohne Einschränkungen darauf verlassen, dass alle Ihre Angaben streng vertraulich behandelt werden, d.h. es werden im Zusammenhang mit der Studie keine personenbezogenen Daten (Name, Geburtsdatum, Adresse oder sonstige Angaben, die Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen) an Dritte – auch nicht an Krankenkassen, Rentenversicherungsträgern oder andere Institutionen – weitergegeben. Sobald die in dieser Studie erhobenen Daten für die wissenschaftliche Auswertung nicht mehr relevant sind, werden sie gelöscht.

Die Teilnahme an dieser Studie ist selbstverständlich freiwillig. Sollten Sie während der Studie Ihre Meinung ändern, können sie natürlich jederzeit aus dem Studienprogramm austreten. Auch wenn Sie die Teilnahme ablehnen, entsteht Ihnen dadurch keinerlei Nachteil.

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und würden uns freuen, Sie als Teilnehmer der Studie begrüßen zu dürfen.

Wenn Ihnen der Inhalt dieses Schreibens verständlich ist und Sie an der Studie teilnehmen möchten, bitten wir Sie, die beigelegte Einverständniserklärung zu unterschreiben und Ihrem betreuenden Arzt zu geben. Dieser wird das Weitere in die Wege leiten: Ihnen einen Testtermin in der LVA Rheumaklinik geben und Ihren Stundenplan bei der Therapieplanung erstellen lassen.

Wir bedanken uns im voraus für Ihr Interesse und Ihre Kooperation ! 

 

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ÜBERSICHT - geordnet nach AUTOREN:

|A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M|N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z|

AUTOR TITEL Homepage des Verfassers
A
B  Prof. Dr. W. F. Beyer Effektivitätsanalyse eines posturalen Koordinationstrainingsprogrammes für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen.
C
D Dr. K. Dettenkofer Verstärkte Kurerfolgsforschung, Wirbelsäulentherapiepfad und MOBI-Test-Gerät
E Dr. Dieter Eichelsdörfer Untersuchung zum Nachweis toxischer Desinfektionsnebenprodukte in den Bad
Füssinger Thermen
Mitarbeit:
Frau Eichner (Dipl.- Sportlehrerin)
Effektivitätsanalyse eines posturalen Koordinationstrainingsprogrammes für Patienten mit chronischen Rückenschmerzen.
F Assistenzärztin Barbara Fischer Ozon - Therapie bei Patienten mit peripheren arteriellen Verschlußkrankheiten
G Dr. rer. biol. hum. Dipl. Phys. Heinrich Gall Ozon - Therapie bei Patienten mit peripheren arteriellen Verschlußkrankheiten
H
I Dr. Walter Irlacher: Rehabilitationserfolg nach Totalendoprothese der Hüfte
J
K Univ.-Prof. Dr. Dr. Dipl. Phys. Jürgen Kleinschmidt Ozon - Therapie bei Patienten mit peripheren arteriellen Verschlußkrankheiten Homepage des Verfassers
L
M
N
O
P
Q
R
S Prof. Dr. W. Schnizer: Rehabilitationserfolg nach Totalendoprothese der Hüfte
Prof. Dr. W. Schnizer: Untersuchungen zur Effektivität der Bewegungstherapie unter verschiedenen klimatischen Bedingungen, speziell in der Kombination mit Abkühlung.
Prof. Dr. W. Schnizer: Beeinflussung endokriner Funktionen durch regelmäßiges Baden in thermoneutralem Thermalwasser über einen Zeitraum von 3 Wochen .
Prof. Dr. W. Schnizer: Hormonelle Reaktionsmuster unter Anwendung hyperthermaler Verfahren (z. B. Sauna) in Abhängigkeit der Tageszeit.
Prof. Dr. W. Schnizer: Bäder und Nierenfunktionen
Prof. Dr. W. Schnizer: Balneologische Maßnahmen und Bluthochdruck.
Prof. Dr. W. Schnizer: Entwicklung eines „Wirbelsäulen-Therapiepfads“ für Bad Füssing
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IMPRESSUM

Organ Name
1. Vorsitzender Prof. Dr. Wolfgang F. Beyer
2. Vorsitzender Dr. Erwin Holzapfel
3. Vorsitzender Dr. Walter Irlacher
Vorstand Landrat Hanns Dorfner
LVA - Direktor G. Witthöft
Prof. Dr. Wolfgang Schnizer
Dr. Volker-M. Lutterroth
Dr. Gerhard Sitzmann
Wissenschaftlicher Beirat Prof. Dr. Dr. Jürgen Kleinschmidt
Dr. Dieter Eichelsdörfer
Daniela Lutterroth
Dr. Klaus Hiemeyer
Prof. Dr. A. Gehrke
Dr. Karl Dettenkofer
Dr. Peter Wein

Eingetragen im Vereinsregister Amstgericht Passau Nr.: VR 1101

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THERME 1 Kurallee
EUROPATHERME Kuralle 23
Johannesbad Reha-Kliniken AG Johannesstrasse 2
Klinik Niederbayern   Paracelsusstrasse 1
Rheumaklinik Bad Füssing Waldstr. 12
Kurverwaltung: Bad Füssing
 


Wird fortgesetzt.

Institut zur Erforschung von Behandlungsverfahren mit natürlichen Heilmitteln e. V. Bad Füssing
Vorsitzender: Prof. Dr. W. F. Beyer / Waldstr. 12 / 94072 Bad Füssing / Fon 08531 959 469 / Fax: 08531 959413
E-Mail: wolfgang.beyer@drv-bayernsued.de Internet: http://www.heilmittel-ev-bad-fuessing.de